Als eines unserer ersten Projekte hatten wir die Möglichkeit das SWR-Datenreporter-Team bei einer Reportage zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Reportage und des SWR-Thementages stand die Frage “ Wie gut bin ich an meinem Wohnort versorgt?“ und somit war eine Kernfragestellung „Wie lange braucht der Notarzt bis zu mir?“.

Die Ergebnisse der Recherche wurden vom SWR u.a. in folgendem Kurzfilm zusammengefasst.

 

Was haben wir gemacht?

Unser 3-köpfiges Studierendenteam

  • analysierte vorliegende Primärdaten zu Notfalleinsätzen aus einem Rettungsdienstbereich im Südwesten,
  • leitete entsprechende Annahmen an die zugrundeliegenden Verteilungen der relevanten Zeitabschnitte im Notfalleinsatz sowie deren Abhängigkeiten ab,
  • adaptierte diese Verteilungen für den gesamten Südwesten,
  • nutzte die geschätzten Verteilungen für Simulationen und parametrische Schätzverfahren,
  • berechnete damit die erwartete Streuung der für jeden Ort im Südwesten vorliegenden Lagemaße und sowie die zugehörigen Konfidenzintervalle,
  • approximierte schließlich die mittleren Zeitspannen der Einsatzetappen und die Zielerreichungsgrade relevanter Fristen.

Begleitet wurde unser Team von Prof. Dr. Martin Schlather (Lehrstuhl für Angewandte Stochastik) sowie von Prof. Dr. Leif Döring (Lehrstuhl für Stochastik).

Auf Basis der Analysen des STADS-Teams visualisierte der SWR anschließend die Ergebnisse der Schätzungen und Simulationen:

Weiterhin kann über das Online-Tool jeder ermitteln, wie es um die Notfallversorgung an seinem Ort steht. Beispielsweise für Mannheim sieht das Ergebnis dann folgendermaßen aus:

Quelle: swr.de/hilfeimnotfall (Screenshot)

Durch die Berichterstattung erfuhr das Thema ein großes Medienecho.